Weil unser Skiurlaub in Südtirol so schon war, haben wir beschlossen, noch einmal in dieser Saison die Bretter anzuschnallen. Es war nicht leicht ein ein passendes Angebot zu finden, denn einen überteuerten Fünf-Sterne-Tempel wollten wir uns auch nicht leisten, kosten ja schon die Skipässe ein kleines Vermögen. Ich klickte mich halt so durch die diversen Reiseportale und finde da plötzlich ein freies Zimmer in der Jandlalm, einem Berggasthof in Flachau direkt an der Piste. Genau das was wir wollten und so habe ich spontan gebucht. Dass man im Winter nicht mit dem Auto anreisen konnte, habe ich dann erst später erfahren. Diese Tatsache hatte auf jeden Fall den Vorteil, dass wir nicht so viel einpacken mussten.
Mit dem Achterjet ging es mit zwei Rucksäcken und einer Tasche in voller Skimontur hinauf zur Mittelstation, wo ich dann gleich den Wirt angerufen habe, der uns nach fünf Minuten bergrüßte und mit dem Skidoo unser Gepäck in die Unterkunft brachte. Der erste Skitag konnte starten. Es gab unzählige Pisten und Lifte und wir hatten wirklich Schwierigkeiten, uns zurecht zu finden. Außerdem waren unglaublich viele Leute unterwegs und in tieferen Lagen wurde die Piste unangenehm weich. Aber nach ein - zwei Stunden hatten wir uns an die Bedingungen gewöhnt und sind von Flachau über Wagrain nach Kleinarl "skigeschaukelt" wo wir dann zum ersten Einkehrschwung bei der "Schüttalm" ansetzten. Feinste Getränke und Speisen auf 1900 Metern. Dann ging es wieder mittels spektakulärer Seilbahnen und über wunderbare Pisten zurück zur Jandlalm, wo wir uns dann schon auf das Abendessen freuten. Klar, dass ich vorher noch schnell die Drohne hochschicken musste. Leider war die Alm schon im Schatten, wobei im Tal noch die Sonne schien. Schlecht für's Foto, gut für die Piste.
Am nächsten Tag waren wir schon um sechs Uhr aufgestanden, um den Sonnenaufgang zu sehen. Das Licht und die Stimmung waren fantastisch: Die Sonne, der Schnee und kein Geräusch zu hören bis die Pisteninspektoren mit ihren Skidoos die Pisten begutachteten. Ich denke, sie hatten nichts zu beklagen. Nach dem Frühstück ging es dann um acht Uhr los. Wir zischten über die jungfräulichen, besten präparierten Pisten unter dunkelblauem Himmel. Wir hatten gut eine Stunde mit absolut wenigen Leuten und besten Bedingungen, aber auch später war das Gebiet nicht so gefüllt wie am Vortag. Schade, dass es nur zwei Tage waren, aber ich werde versuchen ein Arrangement auf der Jandlalm für uns und die Kinder im nächsten Jahr zu buchen.












